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Dienstag, 16.04.2019

Jahreshauptversammlung - Lichtverschmutzung

Der alte ist zugleich der neue Vorstand


Liebe Vereinsmitglieder und Interessierte,

am Donnerstag, den 21.03.2019 fand die Jahreshauptversammlung unseres Vereins statt.

Bereits im Vorfeld war klar, dass der alte Vorstand mit der gleichen Mannschaft weitermacht.

Alter und neuer Vorsitzender ist Werner Stey. Die zweite Vorsitzende bleibt Mareike Hornung.

Kassierer ist wie bisher Thorsten Hornung und unsere Schriftführerin, Viktoria Wangelin-Smidt,

wurde in Ihrem bisher ausgeübten Amt bestätigt.

 

Wir bedanken uns für die bisher geleistete Arbeit und freuen uns auf die nächsten beiden Jahre.

 

In seinem Bericht ging der Vorsitzende auf die geleisteten Arbeiten und Aktionen ein und stellte

fest, dass wir neue Mitglieder werben müssen, die sich aktiv mit einbringen.

In den vergangenen Jahren wurden neben der Pflege des Naturlehrpfades, besonders den Erhalt

der Arten wertgelegt. So wurden neue Mauerseglerkästen am Schlauchturm der Feuerwehr in

Mittelkalbach installiert, auf der Bucheller wurden mehr als zehn neue Mehlschwalbennester ange-

bracht und am Ärztehaus in Mittelkalbach mussten aufgrund von Renovierungsarbeiten die Kotbleche

entfernt und später wieder angebracht werden. Zusätzlich wurden weitere künstliche Nisthilfen

am Haus angebracht.

Einen großen Teil der Arbeit nahm die telefonische Beratung, die Vorort Beratung, die Umsiedlung oder

Entfernung von Wespen- und Hornissennestern ein.

 

Die Vogelstimmenwanderungen waren erfolgreich, die Beteiligung war sehr gut.

 

Der Kassierer gab den Kassenbericht und die Kassenprüfer bescheinigten ihm die hervorragende

Führung der Kasse.

 

Die Neuwahlen gingen schnell vonstatten.

 

Vortrag zum Thema Lichtverschmutzung

 

Im Anschluss an die Jahreshauptversammlung hatte der Vorsitzende Sabine Frank vom Landkreis Fulda eingeladen, die über das Thema Lichtverschmutzung viel zu sagen hatte. Als Koordinatorin des Biosphärenreservat Rhön arbeitet sie schon mehr als zehn Jahre an diesem Thema und hat auch mitgeholfen, die Stadt Fulda zur ersten Sternenstadt Deutschlands zu machen.

Mehr als 30 Zuhörer, Naturschützer, aus der Politik, vom Gewerbe aber auch Kalbacher Bürger zeigten sich interessiert an diesem wichtigen Thema.

 

Zu Beginn projizierte Frau Frank eine Aussage der Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz an die

Leinwand, die besagt, dass der Tag-Nacht Rhythmus der wichtigste Rhythmus des Lebens sei.

 

Die Lichtemmissionen sind bereits im Bundesimmissionsschutzgesetz aufgenommen und müssen die gleiche Berücksichtigung finden, wie zum Beispiel Geräuschemissionen, da alle Emmitenten mehr oder weniger  Einfluss auf den Menschen haben.

 

Die Schnittstelle zur Umwelt ergibt sich vor allem durch viele weiße Lichtquellen, in der Kommune,

beim Gewerbe oder auch im privaten Bereich, die häufig nicht zielgerichtet eingesetzt werden.

 

Dadurch werden verschiedene Insekten oder Nachtfalter angelockt und sterben indem sie vor Ort verhungern.

Für wieder andere Insekten wirkt sich das weiße Licht wie eine Schranke aus, sie trauen sich nicht aus

ihrem Versteck. Wichtige Bestäuber fehlen damit der Natur.

 

Aber auch für uns Menschen ist das weiße Licht ein großer Störfaktor. Es lässt uns durch seinen hohen Blauanteil, der die Bildung von Melatonin verhindert, nicht schlafen, schadet unter Umständen sogar dem

Auge.

 

Als weiteren Vorzeigeort nannte Frau Frank das Örtchen Silges in der Rhön. Dort wurde zusammen mit der Rhönenergie beispielhaftes umgesetzt. Der komplette Ort ist bereits mit umweltfreundlichen Lampen, die zielgerichtet gelbes Licht aussenden, ausgestattet.

 

Es kommt also bei den neuen LED Lampen darauf an, möchte man für sich selbst und der Umwelt etwas gutes tun, dass man Licht mit weniger als 3000 Kelvin, besser noch 2000 Kelvin installiert.

Häufig und darauf wies sie besonders hin, reicht es schon aus, wenn man die Lampe nach unten neigt, dadurch entstehen keine Kosten und der Umwelt ist wesentlich gedient.