NABU Kalbach bringt drei neue Steinkauzhöhlen an

Am Samstag, den 21. Februar 2026, haben engagierte Mitglieder des NABU Kalbach drei neue Steinkauzhöhlen in der Gemeinde installiert. Zwei der speziellen Brutröhren wurden am Lerchenberg in Niederkalbach, eine weitere am Pferdehof in Mittelkalbach angebracht.

Die Standorte wurden sorgfältig ausgewählt: Steinkauzröhren sollten mindestens 200 Meter vom Wald und mindestens 150 Meter von Straßen entfernt hängen, um Gefahren durch Beutegreifer und Verkehr zu minimieren. Ebenso wichtig ist ein offenes, übersichtliches Umfeld, das dem Steinkauz optimale Jagdbedingungen bietet. Früh gemähte Wiesen in der Umgebung erhöhen die Chance, dass die kleinen Eulen ausreichend Nahrung finden. Auch die Nähe zu bereits bestehenden Röhren ist vorteilhaft, da Steinkäuze in lockeren Kolonien leben und voneinander profitieren.

Der Steinkauz – ein Charaktervogel unserer Kulturlandschaft

Der Steinkauz zählt zu den kleinsten Eulenarten Deutschlands und ist stark an traditionelle Kulturlandschaften gebunden.

 

Lebensraum

  • bevorzugt Streuobstwiesen, Weideflächen und offene Landschaften
  • benötigt Höhlenbäume oder künstliche Brutröhren als Nistplätze

Nahrung

  • jagt überwiegend Mäuse, Insekten, Regenwürmer und kleine Amphibien
  • sucht seine Beute meist am Boden, oft in der Dämmerung

Gefahren

  • natürliche Feinde: Marder, Katzen, größere Greifvögel
  • größte Bedrohung: Verlust alter Obstwiesen und fehlende Bruthöhlen

Bestand in Deutschland

  • bundesweit nur noch wenige tausend Brutpaare
  • in vielen Regionen gefährdet oder vom Aussterben bedroht

Engagement vor Ort

Mit der Installation der neuen Steinkauzhöhlen setzt der NABU Kalbach ein weiteres Zeichen für den Erhalt dieser bedrohten Art. Die regelmäßige Kontrolle und Pflege der Röhren übernimmt die NABU‑Gruppe, um dem Steinkauz langfristig geeignete Brutplätze in der Gemeinde zu sichern.